Einleitung – Richtlinien

Historie

Die zunehmende Digitalisierung im Web seit den 2000-er Jahren
Erforderte erste Maßnahmen und Konzepte fĂŒr eine bessere ZugĂ€nglichkeit und damit auch eine Teilhabe fĂŒr Menschen mit Behinderung.
Dazu wurde 2002 eine Richtlinie – die Barrierefreiheits-Informationstechnik-Verordnung BITV eingefĂŒhrt. ein Experten-Team entwickelte daran angelehnt ein Verfahren, um die digitale Barrierefreiheit nach feststehenden MaßstĂ€ben prĂŒfen zu können. Dieses Verfahren berĂŒcksichtigt die Weiterentwicklung von Standards und passt das PrĂŒfverfahren fortlaufend an neue Technologien an.

In der ersten Stufe wurde weitestgehend der Fokus auf das statische Web mit noch weniger interaktionen betrachtet
und das prĂŒfverfahren daraufhin abgestimmt.
Mit der BITV 2.0 entstand das dynamische Web, wobei nicht mehr sichganze Seiten neu gerendert wurden,
sondern sich nur teile der Inhalte auf der Seite dynamisch Ă€ndern. So entstand ein viel aktiveres “mitmach” Web 2.0 mit den Social-Media Applikationen, die in diese neuen Richtlinien aufgenommen wurden. In
der aktuellen Version ist die Barrierefreiheit fĂŒr die unterschiedlichsten EndgerĂ€te mit unterschiedlichen Screendesign durch Touch Techniken hinzugekommen.

Umfang und Grenzen der digitalen Barrierefreiheit

Der schnelle Wandel in der digitalen Informationstechnik erfordert die Einhaltung allgemeiner Standards, damit Hilfsmitteltechnologien Ihre Anpassungen in einer realistischen Zeit umsetzen können.

  • Es sind Scriptingsprachen und Frameworks fĂŒr das Web zu verwenden, die APIs Bibliotheken mit Barrierefreiheitsaspekten einhalten.

  • Es werden Browser verwendet, die diesen Standard in der Form aufbereiten, dass Hilfsmitteltechnologien an diese Schnittstellen zugreifen können.

FĂŒr die Umsetzung der Technologien ist es wichtig, eine möglichst allgemeine Lösung fĂŒr die unterschiedlichen Behinderungen anzubieten
und nur dann, wenn es sich nicht anders umsetzen lÀsst eine extra Lösung einzurichten.
So lassen sich beispielsweise Untertitel fĂŒr gehörlose und eine Hörfilmfassung mit einer extra Tonspur fĂŒr blinde Menschen nicht in einer Form umsetzen und sind getrennt zu betrachten.

Heterogene Gruppe der Menschen mit Behinderungen

Bei den unterschiedlichen Behinderungen ist es schwer all diese Aspekte berĂŒcksichtigen zu können, deshalb wurden Schwerpunkte fĂŒr bestimmte Behinderungsarten festgelegt, die in die Richtlinien enthalten sind.
Dies soll ein möglichst breites Spektrum abdecken, erreicht aber bei weitem nicht schÀtzungsweise alle 400 Behinderungsarten und erfordert auch weiterhin kreative Konzepte!
Wenn in bestimmten FĂ€llen eine besondere Zielgruppe im Fokus steht,
sollte hier eine extra Lösung angeboten werden – wie beispielsweise Angebote in leichter Sprache.

Somit behandeln die Richtlinien zur digitalen Barrierefreiheit hauptsÀchlich die folgenden Behinderungsarten:

  • Blinde und Sehbehinderte Menschen.

  • Gehörlose und Schwerhörige Menschen

  • Menschen mit motorischer Behinderung.

  • Und die grĂ¶ĂŸte Gruppe der Menschen mit kognitiven BeeintrĂ€chtigungen.